How to visit Taoist temples

Wie man taoistische Tempel besucht

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Die taoistische Architektur nimmt unter den alten chinesischen Bauwerken eine bedeutende Stellung ein und ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Kultur. Obwohl Berge und Flüsse unverändert bleiben, kann die Wahrnehmung beim Anblick dieser Bauwerke individuell sehr unterschiedlich sein. Daher ist es wichtig, etwas über den Bau taoistischer Tempel zu wissen, was unsere Reisen um einiges bereichern kann.


Taoistische Paläste und Tempel werden selbstverständlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Nach fast zweitausend Jahren Entwicklung haben sich jedoch im Bau taoistischer Tempel im Wesentlichen feste Normen herausgebildet. Grundsätzlich lassen sich zwei Formen der Grundrissgestaltung taoistischer Paläste und Tempel unterscheiden. Die eine ist die traditionelle, den Chinesen vertraute Bauweise, bei der sich die Gebäude entlang der zentralen Achse vorwärts und rückwärts erstrecken und sich symmetrisch zu beiden Seiten ausdehnen. Diese Bauweise ist auch bei antiken Bauwerken weit verbreitet. Das berühmteste Beispiel für diese Bauweise ist die Verbotene Stadt.


Im Taoismus sind der Shangqing-Palast auf dem Berg Longhu, der Ahnenhof der Zhengyi-Schule, und der Baiyun-Tempel, der Ahnenhof der Quanzhen-Schule, Beispiele für Grundrisse, die sich entlang einer Mittelachse erstrecken. Bei Palästen und Tempeln mit diesem Grundriss befindet sich zunächst ein Bergtor, dem die Haupthalle zugewandt ist, flankiert von der Lingguan-Halle und der Wenchang-Halle. Entlang der Mittelachse liegen die Sanqing-Halle oder Jadekaiserhalle in unterschiedlichen Größen. Nebengebäude wie Speisesäle und Wohnhäuser sind beidseitig oder hinter der Achse angeordnet.

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Ein anderes Layout ist wesentlich ausgefeilter: Die Positionen der Hauptgebäude werden anhand der Positionen der Fünf Elemente und der Acht Trigramme bestimmt, und die Anlage erstreckt sich dann radial um die Positionen der Acht Trigramme. Die taoistischen Tempelanlagen auf dem Sanqingshan-Berg in der Provinz Jiangxi sind nach diesem Prinzip angelegt. Entsprechend den Positionen der acht Trigramme Qian, Dui, Li, Zhen, Kun, Gen, Kan und Xun umgeben die acht Hauptgebäude der taoistischen Tempelanlagen auf dem Sanqingshan-Berg – die Yanjiao-Halle, das Jiutian-Yingyuan-Anwesen, die Longhu-Halle, die Fenglei-Pagode, das Shaohua-Tor, die Feixian-Terrasse, der Hanxing-Teich sowie die Goldene Trommel und der Goldene Stein – den mittleren Dan-Brunnen und den Dan-Ofen. Sie sind jeweils entsprechend den Positionen der acht Trigramme angeordnet.


Die acht Trigramme repräsentieren unterschiedliche Symbole, denen die Gebäude exakt zugeordnet sind. So befindet sich beispielsweise die Fenglei-Pagode im Zhen-Symbol, das den Donner symbolisiert, und der Hanxing-Teich im Kan-Symbol, das das Wasser repräsentiert. Diese Bauwerke spiegeln die taoistische Lehre wider: „Der Mensch folgt der Erde, die Erde dem Himmel, der Himmel dem Tao und das Tao der Natur.“ Sie bilden einen einzigartigen Stil, der die natürliche Verbindung von Landschaft und Architektur auf harmonische Weise vereint.


Der Teufel steckt im Detail. Um die Faszination taoistischer Bauten zu verstehen, muss man auch ihre detailreichen Verzierungen kennen. Darstellungen von Sonne, Mond, Sternen, Wolken, Bergen, Gewässern und Felsen symbolisieren beispielsweise Licht, Stärke und ewiges Leben. Da die Chinesen Wortspiele lieben, finden sich an taoistischen Gebäuden oft Motive wie Fächer, Fische, Narzissen, Fledermäuse und Hirsche. Diese stehen sinnbildlich für Güte, Fülle, Unsterblichkeit, Glück und Wohlstand. Auch einige Dekorationselemente haben symbolische Bedeutungen, wie Kiefern und Zypressen, Lackporling, Schildkröten, Kraniche, Bambus, Löwen, Einhörner, Drachen und Phönixe. Diese Bilder symbolisieren Freundschaft, Langlebigkeit, Tugendhaftigkeit, Schutz vor bösen Geistern und Glück.


Natürlich übernehmen manche architektonische Ornamente direkt die Glückssymbole, doch aus ästhetischen Gründen werden auch Variationen verwendet. Varianten von Schriftzeichen wie „Glück“, „Wohlstand“, „Langlebigkeit“, „Glück“, „Glücksmoment“, „Himmel“, „Fülle“ und „Freude“ finden sich auf architektonischen Elementen wie Fenstergittern und Türblättern. Diese Praktiken haben auch die chinesische Volkskultur maßgeblich und weitreichend beeinflusst. So gibt es beispielsweise Darstellungen von Glück und Langlebigkeit sowie die Feier des Geburtstags der Acht Unsterblichen in der Volkskultur, die alle auf taoistische Gedanken und Legenden über Unsterbliche zurückgehen. All diese Elemente spiegeln die taoistischen Vorstellungen vom Streben nach Glück, Langlebigkeit und Unsterblichkeit wider.
Die taoistische Architektur ist ein wichtiger Bestandteil der taoistischen Kultur, die ihrerseits die chinesische Kultur maßgeblich geprägt hat. Um die tieferen Strukturen der traditionellen chinesischen Kultur zu verstehen, ist ein Verständnis der taoistischen Kultur unerlässlich. Die taoistische Architektur zeugt von Jahrtausenden taoistischer Tradition und besitzt einen hohen kulturellen, historischen und künstlerischen Wert.


Lies zehntausend Bücher und reise zehntausend Meilen. Beim Besuch taoistischer Tempel kann man überall etwas über das „Tao“ lernen!

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