Why are Taoists thin while monks are fat?

Warum sind Taoisten schlank, während Mönche dick sind?

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Taoisten und Mönche sind alle Vegetarier. Warum sind Taoisten schlank, während Mönche übergewichtig sind?


Im allgemeinen Bild sind taoistische Priester, die Mönche werden, schlank und kräftig, mit einer Aura der Unsterblichkeit. Mönche hingegen sind nicht so. Ob in Tempeln oder als Äbte bestimmter Klöster, wie man sie häufig im Internet sieht – sie sind alle eher korpulent. Dieser Kontrast wirkt auf die Menschen nicht unerheblich. Da sie doch alle Vegetarier sind, wie lässt sich dieser große Unterschied in der Körperform erklären? Dies liegt hauptsächlich an den unterschiedlichen Kultivierungskonzepten des Taoismus und Buddhismus.


Im Taoismus liegt der Schwerpunkt auf der „Kultivierung von Leben und Geist“. Vereinfacht ausgedrückt bezieht sich „Geist“ auf die spirituelle Entwicklung, „Leben“ auf die körperliche. Die meisten Religionen messen der spirituellen Entwicklung große Bedeutung bei. Nur der Taoismus legt besonderen Wert auf die Langlebigkeit des Körpers.

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Daher gibt es im Taoismus viele Methoden zur Stärkung des Körpers.
Die typischste Technik ist die taoistische Daoyin-Technik. Aus- und Einatmen sowie das Nachahmen der Bewegungen von Bären und Vögeln dienen der Langlebigkeit. Bekannte Beispiele sind Baduanjin und Wuqinxi, die beide zur taoistischen Daoyin-Technik gehören. Diese Übungen sind tatsächlich wirksam, um den Körper zu trainieren und das Leben zu verlängern. Durch regelmäßiges Training bleiben Taoisten schlank und energiegeladen und strahlen eine Aura der Unsterblichkeit aus.


Da der Taoismus dem Körper besondere Bedeutung beimisst, legt er auch großen Wert auf die Erhaltung der Gesundheit. Gemäß den Lehren der Gesundheitserhaltung beschäftigen sich Taoisten intensiv mit der Zusammenstellung ihrer Nahrungsmittel. Bewegung nach den Mahlzeiten ist ebenfalls unerlässlich für die Gesundheit. Sie ist nicht nur gesundheitsfördernd, sondern trägt auch maßgeblich zur Figur bei.
Um in den Bergen praktizieren zu können, verfügen Taoisten auch über gewisse medizinische Kenntnisse. Dank dieses Wissens wissen sie naturgemäß besser, wie man die Gesundheit erhält. Die taoistische Medizin ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und hat bis heute Einfluss.


Nach der späten Tang-Dynastie wandte sich die taoistische Kultivierung hauptsächlich der inneren Alchemie zu. Alle bedeutenden Schulen der inneren Alchemie legen jedoch Wert auf „Lebenskultivierungsfähigkeiten“ und betonen, dass „die alleinige Kultivierung des Geistes, nicht aber des Lebens, die erste Krankheit in der Kultivierung darstellt“. Daher hielten sich Taoisten stets an die Traditionen ihrer Religion und pflegten ihren Körper, wodurch sie Außenstehenden den Eindruck vermittelten, schlank zu sein.


Mönche sind anders. Der Grundgedanke des Buddhismus ist, dass alle Lebewesen leiden und alle vier Elemente leer sind. Da alles „leer“ ist, messen sie der Körperpflege keine große Bedeutung bei. Darüber hinaus betrachten einige buddhistische Lehren den physischen Körper als Hindernis für die spirituelle Entwicklung. Daher konzentrieren sich die buddhistischen Praktiken hauptsächlich auf die Kultivierung des Geistes. Im Hinblick auf die Körperpflege gibt es keine speziellen Kultivierungstechniken. Es existiert auch die sogenannte „Skelettbetrachtung“, die die Abneigung des Mönchs gegen den physischen Körper widerspiegelt.


Ein weiterer Punkt muss erwähnt werden: Der Buddhismus ist eine aus Indien stammende Religion und unterscheidet sich von den traditionellen chinesischen Bräuchen. Chinesen gehen seit jeher davon aus, dass Körper, Haare und Haut von den Eltern geerbt werden und unter keinen Umständen beschädigt werden dürfen. Mönche hingegen betrachten dies anders. Um ihre Frömmigkeit zu zeigen, legen sie manchmal weniger Wert auf ihren Körper als Taoisten.


Tatsächlich haben einige Mönche erkannt, dass die Vernachlässigung der körperlichen Gesundheit ein Problem darstellt. So kam beispielsweise Huisi, der dritte Patriarch der Tiantai-Schule des Buddhismus, aufgrund seiner schwachen und kränklichen Konstitution auf die Idee, sich vom Taoismus inspirieren zu lassen. Er behauptete, dass man durch äußere Alchemie die innere Alchemie kultivieren könne. Um alle Lebewesen zu besänftigen, müsse man zuerst sich selbst besänftigen. Er erlernte auch einige Techniken der Körperkultivierung, doch dies entspricht nicht der gängigen Auffassung des Buddhismus.


Der Buddhismus betont die Leerheit von Ursprung und Natur und ist stark fatalistisch geprägt. Daher kultivieren Mönche im Allgemeinen nur den „Geist“, beispielsweise in Zen-Meditation und Konzentration oder im Gesang der Reinen-Land-Schule. Diese Praktiken beinhalten kaum körperliche Bewegung. Selbst wenn Mönche Vegetarier sind, nehmen sie daher mit der Zeit an Gewicht zu.


Im Allgemeinen liegt der Grund dafür, dass Taoisten schlank und Mönche übergewichtig sind, darin, dass ihre angestrebten Ziele uneinheitlich sind und ihre Kultivierungsmethoden unterschiedlich sind.

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