Taoist Kai Tan 开坛 Opening the Altar

Der taoistische Kai Tan öffnet den Altar

paulpeng
Im Taoismus muss für Opferrituale (Jiao), die drei Tage oder länger dauern, ein Altar errichtet werden. Nach der Errichtung des Altars muss das Ritual der „Altaröffnung“ durchgeführt werden. Der Ablauf dieses Rituals variiert leicht, je nachdem, ob es sich um eine Yin- oder Yang-taoistische Zeremonie handelt. Im Allgemeinen gilt: Wenn der Klang des „Buxu“ (des ätherischen Gesangs) erklungen ist, der Himmel frei von Unreinheiten und die Erde frei von bösem Staub sind, die spirituelle Weisheit vollkommen klar ist, alle Anwesenden respektvoll sind und die Dekrete zur Altaröffnung verkündet wurden, kann der Altar geöffnet und die Rituale können vollzogen werden.

Durch die uneingeschränkte Unterwerfung unter die Drei Reinen, die Vier Herrscher, Miro (das Höchste Himmlische Reich), die Geisterbeamten, den Erlöser der Menschen und die Erdengottheiten werden alle mit der gleichen göttlichen Hilfe und dem gleichen universellen Verdienst gesegnet, die hohen und heiligen Wesen im Himmel ehren und den Frieden auf Erden sichern, Segen spenden und Katastrophen vertreiben.

Die Öffnung des Altars: Ein heiliges daoistisches Ritual


In den tiefgründigen Traditionen des Daoismus markiert das Ritual der Altaröffnung (开坛, Kāitán) einen entscheidenden Moment in den heiligen Zeremonien. Diese Praxis, die für *Jiao*-Zeremonien von drei oder mehr Tagen unerlässlich ist, weiht den Altar als Brücke zwischen der irdischen und der göttlichen Welt. Laut daoistischen Texten ist der Altar vorbereitet, wenn „der Himmel frei von Unreinheiten, die Erde gereinigt von dämonischem Staub und die heiligen Gesänge klar erklingen“. Erst dann kann das Ritual fortgesetzt werden und göttlichen Segen und kosmische Harmonie erbitten.

Der Zweck der Altaröffnung

Das Ritual der *Altaröffnung* ist ein zeremonieller Akt, der den Raum für die göttliche Begegnung weiht. Daoistische Priester vollziehen diesen Ritus, um die Gegenwart der Drei Reinen, der Vier Herrscher und anderer himmlischer Wesen anzurufen und ihren Segen für Frieden, Schutz und die Linderung von Unglück zu erbitten. Das Ritual umfasst präzise Beschwörungen, symbolische Gesten und die Verkündung heiliger Talismane, wodurch der Altar mit der kosmischen Ordnung in Einklang gebracht wird.

Der Ablauf variiert je nachdem, ob die Zeremonie im *Yang*- oder *Yin*-Daoismus durchgeführt wird; beide Richtungen haben ihre eigenen rituellen Schritte. Die zentrale Intention bleibt jedoch bestehen: einen reinen Raum zu schaffen, in dem Praktizierende und Gottheiten miteinander in Verbindung treten können. Der Altar, der als himmlische Plattform verstanden wird, bildet den Mittelpunkt für Opfergaben, Gesänge und Gebete und fördert eine spirituelle Verbindung, die die Teilnehmer erhebt und göttliche Gnade erbittet.

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Kulturelle und symbolische Elemente

Das Ritual der *Altaröffnung* ist reich an daoistischer Symbolik. Das Yin-Yang-Symbol, das für das kosmische Gleichgewicht steht, ist oft zentral für die Gestaltung des Altars, während goldene Akzente die göttliche Pracht des Himmelsreichs heraufbeschwören. Diese Elemente unterstreichen das daoistische Streben nach Harmonie zwischen Menschheit, Natur und Kosmos und machen das Ritual zu einem tiefgründigen Ausdruck spiritueller Einheit.

Für alle, die sich für daoistische Traditionen begeistern, bietet das Ritual der *Altaröffnung* einen Einblick in die Eleganz und Tiefe chinesischer Spiritualität. Es lädt uns ein, über den heiligen Akt der Vorbereitung nachzudenken, bei dem jede Geste und jedes Symbol dazu dient, den menschlichen Geist mit dem Göttlichen in Einklang zu bringen. Diese jahrhundertealte Tradition flößt bis heute Ehrfurcht und Bewunderung ein.


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