Ruyao Jing (Der Spiegel zum Eintritt in das Elixier) wurde von Cui Xifan aus der Tang-Dynastie verfasst. Song Shi·Yiwen zhi (Geschichte der Song-Dynastie · Abhandlung über Kunst und Literatur) Aufzeichnungen Cui Gong Ruyao Jing (Meister Cuis Spiegel zum Eintritt in das Elixier) in drei Bänden. Heute sind vier Versionen erhalten geblieben. Zhengtong Daozang (Orthodoxer Daoistischer Kanon): Ruyao Jing Shangpian (Erstes Kapitel von Der Spiegel zum Eintritt in das Elixier) und Ruyao Jing Zhongpian (Mittleres Kapitel von Der Spiegel zum Eintritt in das Elixier), enthalten in Band 37 von Daoshu (Dreh- und Angelpunkt des Dao); und Jiezhu Cui Gong Ruyao Jing (Kommentierte Erklärung zu Meister Cuis Spiegel für den Zugang zum Elixier) und Tianyuan Ruyao Jing (Himmlischer Ursprungsspiegel zum Betreten des Elixiers) enthalten in Band 13 und 21 von Xiuzhen Shishu (Zehn Bücher über die Kultivierung der Realität).

Ruyao Jing Das Werk besteht aus 82 Versen mit je drei Zeichen. Der gesamte Text, in Form prägnanter Formeln, erläutert kurz und bündig alchemistische Methoden. Der Begriff „Ruyao“ (Eintritt in das Elixier) ist ein Fachbegriff der inneren Kultivierung und bezeichnet die Integration der eigenen Essenz, des Qi und des Geistes mit der Schöpfung und Transformation von Himmel und Erde, um ein überlegenes Elixier zu verfeinern und es anschließend in das Dantian (Zinnoberfeld) zu lenken. Durch die Verfeinerung der „zivilen und kriegerischen Feuerphasen“ wird daraus das innere Elixier. „Jing“ (Spiegel) bedeutet hier „spiegeln/reflektieren“ – der Autor hielt seine Kultivierungsmethoden für andere Praktizierende als Referenz und zur Überprüfung fest.

Ruyao Jing Der Text erläutert die Prinzipien und Methoden der Kultivierung des inneren Elixiers und betont die Koordination von Yin- und Yang-Qi im menschlichen Körper. Der Autor betrachtet diese als „Natur und Schicksal“ (xingming) und verwendet metaphorische Vergleiche mit Wasser und Feuer, Drache und Tiger, Blei und Quecksilber usw. Er weist darauf hin, dass der Schlüssel in der Anwendung der „wahren Absicht“ (zhenyi), auch bekannt als „Huangpo“ (die Gelbe Matriarchin), liegt. Die beschriebene alchemistische Methode beinhaltet die Harmonisierung von Yin- und Yang-Qi, wodurch wahres Yang-Qi entsteht, das als Grundlage für das innere Elixier (auch „Blei aus der Wasserregion“ genannt) dient. Dieses wird anschließend mithilfe der „zirkulierenden Himmelsfeuerphasen“ zu einem Elixier verfeinert.

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Der Text legt fest, dass die Kultivierung des inneren Elixiers die Schöpfung und Wandlung von Himmel und Erde nachahmen muss, um „wahres Wasser und wahres Feuer“ zu erlangen. Er wendet sich gegen blindes Erkunden des eigenen Selbst und plädiert für die Harmonisierung von „Natur und Schicksal“ des Himmels und der Menschen. Zudem warnt er wiederholt vor den Gefahren der Kultivierung des inneren Elixiers und weist darauf hin, dass selbst ein kleiner Fehler zum Scheitern führen kann.

Die alchemistischen Ideen in Ruyao Jing Sie wurden von Meistern der inneren Kultivierung im Laufe der Geschichte hoch geschätzt und zählen zu den Klassikern der daoistischen inneren Alchemie. Sie übten einen tiefgreifenden Einfluss auf spätere Studien der inneren Alchemie aus. Wie in [Referenz einfügen] erwähnt, … Daoshu·Ruyao Jing Zhongpian : „Chunyangzi (Anmerkung des Autors: Lü Dongbin) hörte diese Lehren einst von Meister Cui und seufzte: ‚Nun weiß ich, dass die Kultivierung eine Grundlage hat, dass Natur und Schicksal fehlerfrei sind und dass der Dao darin erreicht wird.‘“ Lü Dongbin, der Cui Xifans geheime Lehren zur inneren Kultivierung erhalten hatte, schrieb einst ein Gedicht, in dem er sie lobte: „Nachdem er Meister Cuis Ruyao Jing , der Geist wird klar.
Berühmte Alchemisten der Song-Dynastie wie Liu Haichan, die daoistischen Meister der Südlichen Song-Dynastie Zhang Boduan, Shi Tai und Bai Yuchan sowie deren Schüler zitierten häufig aus diesem Werk, ebenso wie die Nördliche Schule. So wurde beispielsweise Wang Daoyuans kommentierte Fassung überliefert, und Wu Shouyang erläuterte die tiefgründigen Bedeutungen dieses Buches in seinem Werk. Tianxian Zhengli Zhilun (Direkte Unterweisung über die korrekten Prinzipien der himmlischen Unsterblichkeit). Darüber hinaus die alchemistischen Begriffe in Ruyao Jing wurden in Elixiertexten der Song- und Yuan-Dynastie häufig zitiert.
