Das Geheimnis der kontinuierlichen Entwicklung des Taoismus
Während der Zeit der Drei Reiche regierte Zhang Lu, der Anführer der Fünf-Pfännchen-Reis-Sekte, fast drei Jahrzehnte lang Hanzhong. Dank seiner politischen Macht konnte er die Entwicklung der Stadt maßgeblich beeinflussen. In dieser Zeit erlebte die Fünf-Pfännchen-Reis-Sekte einen rasanten Aufschwung. Da Zhang Lu, sein Vater Zhang Heng und sein Großvater Zhang Daoling alle als „ Himmlische Meister “ bezeichnet wurden, war die Fünf-Pfännchen-Reis-Sekte auch als „Weg der Himmlischen Meister“ bekannt. Später griff Cao Cao Hanzhong an, woraufhin Zhang Lu kapitulierte. Die hochrangigen Funktionäre des Weges der Himmlischen Meister wurden gezwungen, in die Hauptstadt Luoyang umzusiedeln. Zhang Lu starb im zweiten Jahr nach seiner Ankunft in Luoyang. Der Weg der Himmlischen Meister war nun führungslos und organisatorisch schwach und geriet in eine Entwicklungskrise. Das Geheimnis, wie der Taoismus diese Krise nicht nur überwinden, sondern sich auch weiterentwickeln und gedeihen konnte, lag in der Reform.

Die wichtigste Reform des Nördlichen Weges der Himmlischen Meister wurde von Kou Qianzhi, einem taoistischen Priester der Nördlichen Wei-Dynastie, durchgeführt. Als sich der Weg der Himmlischen Meister bis zur Nördlichen Wei-Dynastie entwickelte, wies er bereits zahlreiche Mängel auf. Die Disziplin des Weges der Himmlischen Meister war zu jener Zeit lax, und die ursprünglichen taoistischen Regeln entsprachen nicht mehr den veränderten Gegebenheiten. Innerhalb der taoistischen Sekte traten viele schwerwiegende Probleme auf.
Erstens herrschte in den höchsten Kreisen des Taoismus gravierende Korruption. Taoistische Beamte und Jiujiu vererbten ihre Positionen willkürlich, ernannten sich selbst zu Verwaltern taoistischer Talismane und Verträge und bereicherten sich an Gold, Silber und Vermögen der Bevölkerung. Nur wenige praktizierten den Taoismus ernsthaft, viele nutzten jedoch die Gelegenheit, Reichtum anzuhäufen. Sobald sie wichtige Positionen innehatten, gaben sie diese nie weiter und praktizierten so das System der Erbfolge, wodurch die taoistischen Ämter zu einem Familienunternehmen wurden.
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Das Geheimnis der kontinuierlichen Entwicklung des Taoismus
All diese Mängel behinderten die Entwicklung des Weges der Himmlischen Meister erheblich. Zu dieser Zeit trat Kou Qianzhi auf und führte eine umfassende Reform des Weges der Himmlischen Meister durch. Schon in jungen Jahren strebte Kou Qianzhi nach Unsterblichkeit und danach, das Weltliche zu transzendieren. Man sagt, er habe seit seiner Kindheit Zhang Lus Zauberkunst praktiziert und Heilpillen eingenommen, jedoch viele Jahre lang ohne Erfolg. Später begegnete er dem Unsterblichen Cheng Gongxing und folgte ihm zum Üben auf den Berg Hua. Anschließend zog er sich sieben Jahre lang auf den Berg Songshan zurück, um den Taoismus zu praktizieren. Schließlich erlangte er in der taoistischen Praxis den Erfolg.
Im zweiten Jahr der Shenrui-Ära der Nördlichen Wei-Dynastie behauptete Kou Qianzhi, der Höchste Herr Laozi sei persönlich zum Berg Songshan gekommen, habe ihm den Titel des Himmlischen Meisters verliehen und ihm die „Neuen Gebote der Gesänge in den Wolken“ gegeben. Er habe ihm auch die Methoden der Atemregulierung und Qi-Lenkung beigebracht und ihn beauftragt, dieses „neue Gebot“ zu verkünden und den Taoismus zu reformieren.
So begann Kou Qianzhi die energische Reform des Weges der Himmlischen Meister. Er schlug vor, dass die Ämter des Himmlischen Meisters und des Jiujiu auf allen Ebenen der taoistischen Beamten nicht länger erblich sein sollten, mit der Begründung: „Der Himmel kennt keine Verwandten, sondern beschenkt nur die Tugendhaften.“ Er schaffte das erbliche System der taoistischen Beamten ab und ersetzte es durch die Auswahl und Ernennung der Tugendhaften und Weisen. Zudem verbot er die gelben und roten Sexualpraktiken im Schlafzimmer und untersagte taoistischen Beamten, unter falschem Namen Geld von den Bürgern anzunehmen. Seitdem hat sich das Erscheinungsbild des Weges der Himmlischen Meister vollständig erneuert und neue Vitalität gewonnen.
Die Hauptaufgabe des von Kou Qianzhi reformierten Weges der Himmlischen Meister bestand darin, „dem Land beizustehen und das Schicksal zu fördern“, also dem Land und dem wahren Sohn des Himmels zu dienen. Dies trug zweifellos zur Regierungsführung bei. Daher schloss sich auch Kaiser Taiwu von Wei, Tuoba Tao, der die Reform des Weges der Himmlischen Meister unterstützte, der taoistischen Sekte an, bezeichnete sich selbst als „Wahrer Herr des Großen Friedens“ und änderte den Namen seiner Ära in „Wahrer Herr des Großen Friedens“. Man erkennt, dass der Einfluss des Weges der Himmlischen Meister zu jener Zeit bedeutend war. Zweifellos entwickelte sich der Taoismus in der Nördlichen Wei-Dynastie äußerst rasant.
Es zeigt sich, dass Reformen die Quelle der Kraft für die Entwicklung des Taoismus waren. Obwohl Kou Qianzhis Reform des Nördlichen Weges der Himmlischen Meister im Namen von Laozi durchgeführt wurde, waren Richtung und Wirkung ihrer Umsetzung sehr gut. Wann immer der Taoismus später eine neue Stufe erreichte, war die Anerkennung durch „Reformen“ unerlässlich. Seit der Ming- und Qing-Dynastie hat der Taoismus keine bedeutenden Reformen mehr erfahren und ist allmählich in den Niedergang geraten.