Müssen Daoisten sich vegetarisch ernähren?
Als Religion, die das Leben wertschätzt und die Vitalität fördert, lehrt der Daoismus , dass alle Wesen aus der Essenz und Energie von Himmel und Erde geformt sind. Alle Geschöpfe besitzen, wie die Menschen, das gleiche Recht auf Existenz. Doch menschliche Gier hat ihre Lebensräume zerstört, ihre Körper geschlachtet und dadurch unzählige karmische Belastungen angehäuft und mitfühlende Herzen verdorben. Vegetarismus ist eine konkrete Antwort auf das Verbot des Tötens und fördert gleichzeitig ein langes Leben – ganz im Einklang mit dem daoistischen Fokus auf Gesundheitserhaltung.
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Obwohl der Daoismus Vegetarismus befürwortet und das Verbot des Tötens zu seinen Geboten für Praktizierende zählt, verknüpft er Vegetarismus nicht strikt mit spiritueller Entwicklung. Dies gilt insbesondere für Laienpraktizierende, für die strikter Vegetarismus nicht verpflichtend ist.
Verschiedene daoistische Sekten praktizieren unterschiedliche Bräuche. Unter den zeitgenössischen Schulen halten sich die Priester des Quanzhen-Dao streng an die alten Lehren und verzichten auf Fleisch und scharfes Gemüse. Priester der Zhengyi-Sekte hingegen dürfen Fleisch unter Beachtung des Prinzips der „dreifachen Reinheit“ verzehren: Fleisch, dessen Schlachtung man weder selbst miterlebt noch gehört hat und das nicht speziell für den Eigenbedarf geschlachtet wurde.

