Der Taoismus betont die Einheit von Mensch und Natur und dass das Tao der Natur folgt. Tao Te Ching Es heißt: „Der Mensch orientiert sich an der Erde, die Erde am Himmel, der Himmel am Tao und das Tao an der Natur.“ Das bedeutet, dass der Mensch die Erde nachahmen soll, die Erde den Himmel, der Himmel das Große Tao und das Große Tao die Natur. Das Gesetz des Tao ist natürlich und beruht auf Nicht-Handeln, was notwendigerweise den menschlichen Wünschen widerspricht. Es umfasst alles im Universum, einschließlich des Menschen, und schließt es in den Bann des Tao ein. Als Produkt des Tao kann der Mensch den optimalen Zustand des Seins nur erreichen, indem er gemäß den Gesetzen des Tao handelt und sich mit Himmel, Erde und Natur vereint. Der Taoismus lehrt: „Der Himmel ist Tao, und das Tao ist ewig; man wird im Leben keiner Gefahr begegnen.“ Sich der Natur anzupassen bedeutet, sich dem Weg von Himmel und Erde anzupassen. Ein solches Tao kann ewig währen, und das Leben kann ewig und frei von Gefahren sein. Hier bedeutet „Himmel“ die Anpassung an die Natur. Taoisten betonen hier den Begriff „Tao“, um Menschen zu inspirieren, ihr tägliches Leben, ihr Verhalten und ihre Interaktionen durch das Verständnis der objektiven Naturgesetze auszurichten. Da das Tao der Natur folgt, ist die Erhaltung der Gesundheit ein wichtiger Aspekt.
Menschen und alles Leben in der Natur koexistieren und werden von den jahreszeitlichen Veränderungen beeinflusst. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) lehrt, dass das Qi der Erde aufsteigt und Wolken bildet, während das Qi des Himmels herabsteigt und Regen erzeugt. Das Zusammenspiel von Himmel und Erde bringt alles Leben hervor. Als Produkt des Wechsels von Yin und Yang in Himmel und Erde sind auch Menschen unweigerlich von den Jahreszeiten betroffen. Daher ist die Anpassung an die vier Jahreszeiten ein grundlegendes Prinzip für die Erhaltung der Gesundheit und die Vorbeugung von Krankheiten. Bezüglich der Gesundheitsvorsorge in den vier Jahreszeiten befasst sich der medizinische Klassiker mit diesem Thema. Huangdi Neijing (Der Innere Kanon des Gelben Kaisers) liefert klare Erklärungen:
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Die drei Frühlingsmonate werden „Fa Chen“ (das Entstehen neuen Lebens aus dem Alten) genannt. „Fa Chen“ bedeutet, dass das Yang-Qi zu erwachen beginnt und so Altes ausscheidet und Neues gedeiht. In dieser Zeit gedeiht alles, und die Welt wird allmählich von Vitalität erfüllt. Man sollte später ins Bett gehen und früher aufstehen als im Winter. Nach dem Aufstehen kann man einen Spaziergang machen oder Morgengymnastik treiben, um Körper und Geist die frische Frühlingsluft genießen zu lassen. Im Frühling ist es besonders wichtig, eine positive Einstellung zu bewahren. Wer seine Emotionen nicht im Griff hat und dadurch das Leber-Qi staut, wird leicht krank.
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Die drei Sommermonate werden „Fan Xiu“ (üppiges Wachstum) genannt. Im Sommer ist die Yang-Wärme reichlich vorhanden, und alles gedeiht prächtig. In dieser Zeit ist es ratsam, etwas später ins Bett zu gehen und früher aufzustehen, um dem kraftvollen Yang-Qi von Himmel und Erde zu entsprechen, aber nicht zu spät. Ein angemessener Mittagsschlaf ist ebenfalls empfehlenswert. Da man im Sommer viel schwitzt, sollte man nicht zu sehr nach Kühlung gieren, da dies die Poren verstopfen und den Schweißausfluss behindern kann. Dadurch staut sich die Sommerhitze im Körper und kann nicht entweichen. Andernfalls kann es zu leichten Symptomen wie Kältegefühl und Unwohlsein oder zu schweren Symptomen wie einer Belastung des Herzbeutels durch die Sommerhitze kommen, die zu Delirium und Verwirrtheit führen kann.
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Die drei Herbstmonate werden „Rong Ping“ (friedliche Konvergenz) genannt. Im Herbst herrscht in der Natur Ruhe und Harmonie , da alles reift. Der Himmel ist hoch, der Wind frisch und das Qi der Erde klar und kühl. Es empfiehlt sich, früh zu Bett zu gehen und früh aufzustehen, um den Willen ruhig und rein zu halten und so die negativen Auswirkungen des rauen und zusammenziehenden Herbst-Qi auf den Körper zu vermeiden.
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Die drei Wintermonate werden „Bi Cang“ (Stille und Ruhe) genannt. Im Winter verwelken die Pflanzen, das Wasser gefriert, die Bäume verlieren ihre kahlen Äste, und viele Tiere halten Winterschlaf in ihren Höhlen, ohne das Sonnenlicht zu sehen. In dieser Zeit sollten auch die Menschen dem Prinzip der Stille und Ruhe von Himmel und Erde folgen, früh zu Bett gehen und spät aufstehen und erst nach Sonnenaufgang aktiv werden. Sie sollten innerlich ruhig und gelassen bleiben.
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