Der Taoismus betont die Bedeutung der Qi-Nährung und vertritt die Auffassung, dass das Ur-Qi die Quelle der Lebenskraft ist – wo Qi ist, folgt der Geist; wenn ein Mensch Ur-Qi erlangt, lebt er, und wenn er es verliert, stirbt er.
Yunji Qiqian · Yuanqi Lun (Sieben Zettel eines trüben Beutels · Über das Ur-Qi) besagt: „Der Grund, warum Menschen ein vollständiges Leben erhalten können, liegt darin, dass das Ur-Qi zum Yang gehört, und Yang ist das ‚Rong‘ (nährendes Qi); die Blutgefäße gehören zum Yin, und Yin ist das ‚Wei‘ (abwehrendes Qi). Der ständige Fluss von nährendem und abwehrendem Qi erhält das Leben.“ Im Taoismus hat Qi drei verschiedene Bedeutungen: Erstens bezeichnet es den Sauerstoff in der Natur, genannt „klares Qi“; zweitens bezeichnet es das Ur-Qi, das man bei der Zeugung von den Eltern erbt, genannt „angeborenes Essenz-Qi“; drittens bezeichnet es das „Erworbene Essenz-Qi“, das durch Nahrung und Getränke gebildet wird und die Lebensvorgänge des menschlichen Körpers aufrechterhält.
Der Taoismus geht davon aus, dass die Quelle der menschlichen Lebenskraft im Qi des Körpers liegt. Daher betont er die Erhaltung und Stärkung des Ur-Qi und das Ziel, Krankheiten zu heilen und das Leben durch Qi-Nährung zu verlängern. Qi-Nährung erfordert die Stärkung des Ur-Qi der Nieren und des Qi der fünf Zang-Organe. Die spezifischen Methoden zur Erhaltung des Qi sind folgende:
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Nährendes Herz-Qi
Unter den Qi der fünf Zang-Organe ist das Herz-Qi das wichtigste. Um das Herz-Qi zu stärken, sollte man auf eine langsame und ruhige Gesundheitsvorsorge achten. Da ein hoher Arbeits- und Lebensrhythmus zu einer starken Schwächung des Herz-Qi führt, ist es wichtig, sich in Zeiten der Hektik zu betätigen und in Zeiten der Ruhe zu verlangsamen. Beispielsweise sollte man während der Arbeitszeit zügig arbeiten und sich nach Feierabend der stillen Meditation widmen. Zusätzlich können stärkende Mittel wie verschiedene Ginsengsorten das Herz nähren. -
Nährendes Nieren-Qi
Der Mensch besteht aus Essenz, Qi und Geist, die alle in den Nieren gespeichert sind. Die Nieren bilden die angeborene Grundlage, daher ist ihre Pflege besonders wichtig. Erstens sollte sexuelle Aktivität maßvoll sein; zweitens sollte man den Geist nicht überanstrengen; und drittens sollte man auf eine gesunde Taille achten. -
Nährendes Milz-Qi
Die Milz bildet die Grundlage für die Entwicklung des Qi. Ein Mangel an Milz-Qi äußert sich in Appetitlosigkeit, Blähungen, weißem Zungenbelag und schwachem Puls. Um das Milz-Qi zu stärken, sollte man erstens auf eine ausgewogene Ernährung achten und Überernährung vermeiden; zweitens sollte man auf ein ausgewogenes Verhältnis von Kälte und Wärme in der Nahrung achten und zu kalte oder zu heiße Speisen meiden. Zur Stärkung der Milz kann man Fleisch mit chinesischer Yamswurzel, Atractylodes macrocephala, Hiobstränen und weißen Hyazinthenbohnen schmoren. -
Nährendes Lungen-Qi
Die Hauptmerkmale einer Lungen-Qi-Schwäche sind Bewegungsunlust, Kurzatmigkeit nach Belastung, schwacher Puls, Müdigkeit und Energielosigkeit. Man kann Fleisch mit Adenophora-Wurzel oder Ginseng schmoren oder Lamminnereiensuppe essen. -
Nährendes Leber-Qi
Die Leber ist die Grundlage für die Bewältigung extremer Erschöpfung. Übermäßige Erschöpfung kann leicht zu einer Leber-Qi-Schwäche führen, die sich in Antriebslosigkeit und Vitalitätsmangel äußert. Man kann Ginseng und Gojibeeren in Wein einweichen und trinken.
