Der Penglai-Pavillon thront auf der Küstenklippe Danya, 1,5 Kilometer nordwestlich der Stadt Penglai in der Provinz Shandong, und erstreckt sich über eine Fläche von 32.800 Quadratmetern. Dieser imposante antike Komplex umfasst sechs Kernbauten – den Penglai-Pavillon selbst, den Tianhou-Palast, den Drachenkönigspalast, die Lüzu-Halle, die Sanqing-Halle und den Mituo-Tempel – sowie die dazugehörigen Nebengebäude.
Der als einer der „Vier berühmten Türme“ Chinas (neben dem Gelben Kranichturm, dem Yueyang-Turm und dem Tengwang-Pavillon) bekannte Turm bezaubert Besucher mit seiner zauberhaften Kulisse und architektonischen Pracht. Der Pavillon birgt zahlreiche literarische Reliquien, Couplets und Steininschriften von Gelehrten aus allen Epochen.
Der berühmte taoistische Pavillon Penglai liegt direkt am Meer, seine Gebäude scheinen über den Wellen zu schweben. Ganzjährig hüllt ihn Seenebel ein und verleiht ihm den Beinamen „Märchenland auf Erden“.
- Historische Aufzeichnungen belegen, dass sowohl Qin Shi Huang als auch Kaiser Wu der Han-Dynastie den Ort aufsuchten, um Unsterblichkeitselixiere zu finden.
- Der Legende nach segelte der Qin-Alchemist Xu Fu von hier aus nach Osten, um das „Elixier des Lebens“ zu finden.
- Es ist außerdem der sagenumwobene Schauplatz des Mythos von den „Acht Unsterblichen, die das Meer überqueren“.
Jahrhundertelang zog es Literaten und Taoisten gleichermaßen an. Über 200 alte Inschriften in der Nähe des Pavillons zeugen von den Eindrücken der Dichter vom Meer. Von den Gängen des Pavillons aus kann man die fernen Changshan-Inseln und das endlose nordöstliche Meer erblicken. Im Frühling und Sommer tanzen oft Fata Morganen über dem Wasser und bieten ein surreales Schauspiel.
【Berühmte taoistische Sehenswürdigkeiten】
Sanqing-Halle
Diese Halle, erbaut während der Tang-Dynastie (713–741) und wiederaufgebaut in der Ming-Dynastie (1567–1572), ehrt die drei reinen Gottheiten, die höchsten Gottheiten des Taoismus. Ursprünglich beherbergte sie Statuen von Yuqing Yuanshi Tianzun, Shangqing Lingbao Tianzun und Taishang Laojun; die heutigen Figuren sind moderne Reproduktionen.

Lüzu-Halle
Südlich des Binri-Turms gelegen, umfasst dieser nach Norden ausgerichtete Komplex ein Doppeltor, eine Haupthalle und zwei seitliche Ost-West-Hallen. Die 1877 (Qing-Dynastie) erbaute Haupthalle beherbergt einen Schrein mit einer sitzenden Statue von Lü Dongbin, flankiert von einem Medizinjungen und einem Weidengeist.
【Penglais bezaubernde Landschaft】
Feenpavillon im Himmel
Hoch oben auf der Danya-Klippe gelegen, bietet der Pavillon einen atemberaubenden Blick auf die steil abfallenden Wellen. Wenn er in Nebel gehüllt ist, gleicht er einem himmlischen Palast. Oben angekommen, fühlen sich die Besucher, als würden sie über den Wolken schweben – wahrlich ein „Märchenland auf Erden“.

Göttlicher Berg erscheint auf dem Markt
Bei ruhigem Frühlings- und Sommerwetter bilden sich über dem Meer Luftspiegelungen, die Illusionen von Inseln oder Gebäuden erzeugen, die sich verschieben und verschwinden. Dieses Phänomen inspirierte vermutlich die Suche der alten Taoisten nach Unsterblichen.
Angelstrahl mit singenden Anglern
Westlich des Strandes des Pavillons bilden zerklüftete Felsen „Yuliang“ – einen friedlichen Angelplatz. Ältere Angler bereiten ihren Fang oft direkt vor Ort zu und singen dabei fröhlich, ganz im Sinne taoistischer Ruhe.
Sonnenaufgang über Fusang
Die steilen Klippen von Penglai bieten atemberaubende Sonnenaufgänge. Alte Beschreibungen berichten von einer „tiefroten Kugel, wie Zinnober“, die zum Leben erwacht und rasch aufsteigt, um „so groß wie ein Spiegel“ zu leuchten.

Abendflut und Neumond
In klaren Nächten wirft der Neumond goldene Wellen auf das Meer, über dem Möwen gleiten – ein ätherischer Anblick.
Weite, klare Wellen
Bei ruhigem Wetter wird das Meer zu einem „blauen Spiegel“. Der Schriftsteller Yang Shuo lobte es als „Seelenreinigung“.
Zehntausend Scheffel Perlen
Hinter dem Pavillon säumen vom Meer polierte Kieselsteine – glatt, farbenfroh und zahllos – das Ufer, wie Su Shi es beschrieb: „Wenn die Flut zurückgeht, breiten sich Perlen endlos aus und leuchten hell.“
Kupferbrunnen mit goldenen Wellen
15 km östlich befindet sich inmitten des Meeres ein natürlicher Steinbrunnen (benannt nach seinem glockenartigen Echo), der frisches Wasser enthält. Mondlicht auf seiner Oberfläche erzeugt einen „goldenen Welleneffekt“.
Löwenhöhle mit Nebel
Eine Felshöhle, bewacht von einem löwenförmigen Felsbrocken, gibt vor dem Regen Nebel ab, der die Felswand in einen seidenen Schleier hüllt.
Tropfender Himmel
15 km östlich tropft das Wasser aus den zehntausend Löchern des Lotian-Felsens das ganze Jahr über – ein ewiges Wunder des „tropfenden Himmels“.
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