Shu Guang 疏广 (Taoist der Westlichen Han-Dynastie), auch Zhongweng genannt, stammte aus Lanling, Donghai (südwestlich des heutigen Kreises Cangshan, Shandong).
Schon als Kind war er ein fleißiger Schüler. In jungen Jahren unterrichtete er zu Hause und gewann zahlreiche Schüler. Später wurde er zum Doktor, Großmeister der Zentralen Angelegenheiten und kaiserlichen Erzieher des Kronprinzen berufen. Zusammen mit seinem Neffen Shu Shou (stellvertretender kaiserlicher Erzieher des Kronprinzen) genoss er hohes Ansehen bei Kaiser Xuan von Han und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, was dem gesamten Hof Ehre einbrachte. Philosophisch teilte er Laozi's Ansicht, dass man wissen müsse, wann man aufhören und sich zurückziehen solle. Während seiner Zeit als kaiserlicher Erzieher mit herausragendem Ruf trat er freiwillig zurück, um nach Hause zurückzukehren. Er sagte: „Ich habe gehört: ‚Zufriedenheit bewahrt vor Schande; zu wissen, wann man aufhören soll, bewahrt vor Gefahr‘ und ‚Verdienste erwerben und sich dann zurückziehen ist der Weg zum Himmel‘ (Laozi, Kapitel 44 und 9). Nun, da ich einen hohen Rang mit einem Gehalt von zweitausend Dan erreicht und sowohl dienstlichen als auch persönlichen Ruhm erlangt habe, fürchte ich, es später zu bereuen, wenn ich jetzt nicht gehe. Ist es nicht besser für Vater und Sohn, gemeinsam in den Ruhestand zu gehen, in unsere Heimatstadt zurückzukehren und unser Leben in Frieden zu verbringen?“ (Buch der Han-Dynastie, Biografie von Shu Guang).
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Er glaubte fest an die Lehren Laozi's und verließ den Hof entschlossen und ohne zu zögern. Er vertrat die Ansicht, dass Reichtum mit Vorsicht zu genießen sei, und argumentierte, dass Reichtum unter allen Umständen eine negative Kraft darstelle, die weder Weisen noch Narren Gutes bringe. Er erklärte: „Wenn Weise über großen Reichtum verfügen, schwächt dies ihren Ehrgeiz; wenn Narren über großen Reichtum verfügen, mehren sich ihre Irrtümer. Zudem weckt Reichtum den Neid anderer. Da ich nicht die Mittel habe, meine Nachkommen moralisch zu unterweisen, möchte ich weder ihre Irrtümer mehren noch Neid hervorrufen“ (ebd.).
Geleitet von dieser Philosophie, gab er nach seiner Heimkehr das gesamte am Hof verdiente Geld für Bankette für alte Freunde und Gäste aus, anstatt Land für seine Nachkommen zu erwerben. Er argumentierte, die bestehenden Felder der Familie würden, wenn sie von seinen Nachkommen fleißig bestellt würden, für einen bescheidenen Lebensunterhalt genügen. Der Erwerb weiteren Landes würde sie nur faul machen und keinen Nutzen bringen. Seine Taten und Worte sind im *Buch der Han*, Band 71, aufgezeichnet.

