Liu Qi – Die sechs Gebetsrituale des alten China 六祈
Paul PengAktie
Liu Qi (六祈, Liù Qí, wörtlich „Sechs Gebete“) ist das System der Zhou-Dynastie von sechs formalisierten Gebetskategorien, die jeweils einem bestimmten rituellen Kontext und Zweck im Opferkalender des Staates entsprechen. Die sechs Riten – lei (类), zao (造), hui (桧), jin (禁), gong (攻) und shuo (说) – bilden zusammen eine vollständige Taxonomie der Bittkommunikation zwischen dem menschlichen und göttlichen Reich. Im Zhouli (周礼) mit Kommentaren von Zheng Xuan (郑玄) aufgezeichnet, bildeten die Liu Qi die strukturelle Vorlage für die taoistische Bittliturgie in der Zhengyi-Tradition.

Liu Qi (六祈, Liù Qí, wörtlich „Sechs Gebete“) ist das alte chinesische System von sechs formalisierten Gebetskategorien in der Staatsreligion der Zhou-Dynastie. Der Begriff ist im Zhouli (周礼, „Riten der Zhou“) mit maßgeblichen Kommentaren von Zheng Xuan (郑玄) aufgezeichnet. Die sechs Kategorien – lei (类), zao (造), hui (桧), jin (禁), gong (攻) und shuo (说) – bilden zusammen eine vollständige Taxonomie der Bittritualkommunikation, die jeden wichtigen Kontext abdeckt, in dem der Zhou-Staat das göttliche Reich durch Gebete ansprach.
Das Zhouli (周礼) verzeichnet die sechs Gebetskategorien:
"Lei, Zao, Hui, Jin, Gong, Shuo – die sechs Gebetskategorien."
Zheng Xuan (郑玄) liefert die maßgebliche Interpretation jeder Kategorie und erklärt deren spezifische rituelle Kontexte und die Anlässe, bei denen jede angewendet wurde. Die Liu Qi-Passage ist Teil der systematischen Darstellung des Zhouli über die Pflichten des Da Zhu (大祝, „Großer Beschwörer“), der für die Überwachung aller Bittgebete im rituellen System des Zhou-Staates zuständig war.

In der Zhengyi-Tradition bildeten die sechs Gebetsriten die strukturelle Vorlage für die taoistische Bittliturgie. Der Zhengyi-liturgische Kanon klassifiziert seine eigenen Gebetsformen nach einer ähnlichen hexapartitischen Logik, wobei jede Art der rituellen Kommunikation – von großen Opfergaben (大醮) bis zu individuellen Bitten – einer der klassischen Liu Qi-Kategorien entspricht. Der Zhengyi-Ansatz interpretierte den klassischen Rahmen neu: Wo der Zhou-Staat den Himmel, die Ahnen und die Territorialgeister durch die sechs Gebetsformen ansprach, spricht die Zhengyi-Schule die himmlische Bürokratie durch gleichwertige liturgische Kategorien an.
Die Geschichte der taoistischen Fasten- und Opferriten verfolgt, wie die Taxonomie der Bittgebete der Liu Qi in den taoistischen liturgischen Rahmen aufgenommen und transformiert wurde, wobei jede der sechs klassischen Gebetsformen ihr Gegenstück im Zhengyi-Ritualkanon fand, der bis heute die Praxis auf dem Longhu-Berg regelt.
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Paul Peng
Paul Peng is a Zhengyi Taoist priest from Longhu Mountain, Jiangxi — the ancestral home of the Celestial Masters' tradition. Ordained at 25 after a dream from the Celestial Master, he has practiced for 25 years under Master Zeng Guangliang. He is one of the curators of this store, which is officially authorized by Tianshi Fu. All items are consecrated at the temple by the resident priest team.
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