Xue Xuantong 薛玄同 – Daoistische Nonne aus der Tang-Dynastie, die die Shijie-Unsterblichkeit erlangte
Paul PengAktie
Xue Xuantong 薛玄同 war eine weibliche Daoistische Praktizierende (女冠 – weibliche Daoistin) am Ende der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.), die später in der Song-Dynastie als weibliche Unsterbliche verehrt wurde. Nach ihrer Heirat zog sie sich in ein einsames Zimmer zurück, um Daoismus zu praktizieren, und widmete sich dreizehn Jahre lang dem Rezitieren des Huangting Jing (黄庭经 – Gelber Hof-Schrift). Im ersten Jahr der Zhonghe-Ära (881 n. Chr.) erreichte sie shijie (尸解 – Befreiung durch den Körper) – die daoistische Form der Transzendenz, bei der der Praktizierende die sterbliche Welt verlässt und einen Körper zurücklässt, der noch lebendig erscheint. Ihr Gesicht sah aus, als würde sie noch leben, und ihr schwarzes Haar wuchs weiter – Zeichen, die die historische Überlieferung als Beweis ihrer echten Errungenschaft bewahrte.
Das Huangting Jing (黄庭经 – Gelber Hof-Schrift) war einer der wichtigsten Texte in der daoistischen Tradition der inneren Kultivierung – eine Schrift, die mit der Shangqing-Schule (Höchste Klarheit) verbunden war und die innere Landschaft des menschlichen Körpers als einen heiligen Bereich beschrieb, der von göttlichen Figuren bevölkert war, und dem Praktizierenden Methoden zur Visualisierung und Kultivierung dieser inneren Gottheiten als Weg zur Unsterblichkeit anbot. Der „Gelbe Hof“ (黄庭) im Titel bezog sich auf die zentrale Region des Körpers – den Raum zwischen Herz und Nabel –, der als Sitz der Lebensenergie des Praktizierenden und als Wohnstätte des inneren Göttlichen verstanden wurde.
Shijie (尸解 – wörtlich „Körperbefreiung“ oder „Befreiung durch den Körper“) war eine der anerkannten Formen der daoistischen Transzendenz – eine Art des Abschieds von der sterblichen Welt, bei der der Körper des Praktizierenden zurückblieb, während sein Geist aufstieg. Im Gegensatz zu den dramatischeren Formen des Aufstiegs, bei denen der Körper des Praktizierenden vollständig verschwand, hinterließ shijie eine physische Spur: einen Körper, der noch lebendig erschien, oder der später als leichter als erwartet befunden wurde, oder der andere Anzeichen der erfolgten Transformation zeigte.
Im Fall von Xue Xuantong waren die Anzeichen besonders auffallend: Ihr Gesicht sah aus, als würde sie noch leben, und ihr schwarzes Haar wuchs nach ihrem Tod weiter. Diese Details – die in den historischen Aufzeichnungen als Beweis ihrer echten Errungenschaft erhalten geblieben sind – wurden in der daoistischen Tradition als Manifestationen der Lebensenergie verstanden, die ihre dreizehnjährige Kultivierung verfeinert und konzentriert hatte. Der Körper, den sie zurückließ, war keine gewöhnliche Leiche, sondern ein transformiertes Gefäß, das selbst nach dem Abschied ihres Geistes noch von der Restenergie ihrer Kultivierung belebt wurde.
Xue Xuantongs Geschichte endete nicht mit ihrem shijie im Jahr 881 n. Chr. Sie wurde später in der Song-Dynastie als weibliche Unsterbliche (女仙) verehrt – eine Anerkennung, dass ihre Errungenschaft echt war und ihr Beispiel Praktizierende in nachfolgenden Generationen weiterhin inspirierte. Die Verehrung von Daoistenfiguren der Tang-Periode in der Song-Dynastie war ein charakteristisches Merkmal der religiösen Kultur der Song-Dynastie: Die Tang-Ära wurde als goldenes Zeitalter der daoistischen Praxis verstanden, und die Persönlichkeiten, die in dieser Zeit echte Errungenschaften erzielt hatten, wurden von Song-Praktizierenden, die ihrem Weg folgen wollten, als Vorbilder und Fürsprecher geehrt.
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Paul Peng
Paul Peng is a Zhengyi Taoist priest from Longhu Mountain, Jiangxi — the ancestral home of the Celestial Masters' tradition. Ordained at 25 after a dream from the Celestial Master, he has practiced for 25 years under Master Zeng Guangliang. He is one of the curators of this store, which is officially authorized by Tianshi Fu. All items are consecrated at the temple by the resident priest team.
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