Was ist der Talsgeist im Taoismus?
Paul PengAktie
Was ist der Talsgeist im Taoismus?
Der Talsgeist bezieht sich auf den Geist der Ernährung und Erzeugung, sowie auf die ursprüngliche Quelle aller Dinge. Er erscheint in Kapitel 6 des Dao De Jing und ist auch als Talsgeist unter den Göttern des Bodens und des Getreides bekannt.
Laozi betrachtet den Talsgeist als die Urmutter, die alle Dinge im Universum hervorbringt, und beschreibt seinen ewigen Zustand mit dem Spruch:
„Der Talsgeist stirbt nie; dies wird die Geheimnisvolle Weiblichkeit genannt.“
Was ist der Talsgeist im Taoismus?
Der Zeichen „Tal“ beschreibt eine Ebene, die durch fließendes Quellwasser gebildet wird, während der Zeichen „Geist“ von der Vorstellung des Opfers abgeleitet ist.
Der Taoismus besagt, dass der Talsgeist ein Produkt symbolischen Denkens ist, das als Metapher für die generative Funktion des Dao dient.
Der Talsgeist ist der Gott der Ernte; zusammen mit dem Gott des Bodens bildet er „Sheji“, das Symbol der Staatsgewalt.
In der Antike gab es den Brauch, Schreine für Boden und Getreide zu errichten und ihnen Opfer darzubringen, insbesondere zum Frühlingsfest des Bodens und des Getreides [6].
Als Metapher für das Dao ist der Talsgeist mit der Konnotation unendlicher Dauer ausgestattet.
Erklärung
Wir erklären zunächst die Bedeutungen der beiden Zeichen: gu (Tal) und shen (Geist).
Das Zeichen gu (Tal) fungiert beschreibend, in gleicher Weise wie das Zeichen xuan (mysteriös).
Aus seiner Orakelknochenform entspricht es Shuowen Jiezi:
„Ein Tal ist dort, wo eine Quelle entspringt und sich in einen Fluss öffnet; das Wasser tritt teilweise aus seinem Mund hervor.“
Es bezieht sich auf den Prozess, bei dem eine Quelle eine Ebene formt, während sie fließt.
Die Bronzeinschriftform von shen (Geist) ist leichter erkennbar:
Eine Person, die vor einem Altar kniet und zum Himmel und zur Erde betet – ein typischer Opferakt.
Shuowen Jiezi definiert es als:
„Der himmlische Geist, der alle Dinge hervorbringt.“
Es trägt auch andere Bedeutungen: langlebig, unsterblich, wundersam, intelligent, etc.
Daraus können wir den Satz „Der Talsgeist stirbt nie“ interpretieren:
Das Dao, als die grundlegende Substanz, die alle Dinge erzeugt, nährt alles endlos wie eine Bergquelle.
Bei der Hervorbringung aller Lebewesen durchläuft das Dao ebenfalls einen gewundenen, schwierigen Weg, überwindet viele Härten und Hindernisse, um sein vorherbestimmtes Ende zu erreichen.
Im Dao De Jing ist der Talsgeist mit der Geheimnisvollen Weiblichkeit verbunden.
Das Tor der Geheimnisvollen Weiblichkeit ist die Wurzel von Himmel und Erde;
„weiblich“ symbolisiert das weibliche generative Organ, das die Mutter repräsentiert und das Entstehen des Lebens betont.
Inzwischen ist der Talsgeist als Metapher für das Dao mit der Konnotation unendlicher Dauer ausgestattet.
Dieses Kapitel erläutert das Dao in seinem ontologischen Sinne.
Laozi nennt es den Talsgeist und vertritt die Ansicht, dass er alle Dinge im Universum hervorbringt und ihre ursprüngliche Quelle ist,
ausgestattet mit den Eigenschaften kontinuierlicher, unerschöpflicher und ewiger Aktivität.
Es legt auch die ideologische Grundlage für spätere Praktizierende der Inneren Alchemie, um die Quelle des Lebens und die Kultivierung des Qi zu verstehen.
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Paul Peng
Paul Peng is a Zhengyi Taoist priest from Longhu Mountain, Jiangxi — the ancestral home of the Celestial Masters' tradition. Ordained at 25 after a dream from the Celestial Master, he has practiced for 25 years under Master Zeng Guangliang. He is the curator of this store, which is officially authorized by Tianshi Fu. All items are consecrated at the temple by the resident priest team.
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